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Die ersten 100 Handelstage: Warum 2024 anders ist

Die vergangene Woche markierte den 100. Handelstag des Jahres. 2024 steckte voller Risiken und Chancen, und da der Sommer näher rückt, lohnt sich ein Blick auf den bisherigen Jahresverlauf – und die Frage, warum 2024 anders ist als das letzte Jahr.

Starke Zugewinne dieser Art sind selten und vielversprechend

Nach 100 Handelstagen verzeichnen sowohl der S&P 500 als auch der Euro Stoxx 50 eine Rendite von über 10%. Das liegt deutlich über dem historischen Durchschnitt für jedes gesamte Jahr. Obwohl die Wertentwicklung der Vergangenheit kein Indikator für zukünftige Ergebnisse ist, deuten derart hohe Gewinne in der Regel auch auf eine stärkere Wertentwicklung für den Rest des Jahres hin. Wenn der S&P 500 seit 1950 in den ersten 100 Handelstagen um mindestens 10% stieg, beendeten Aktien das Gesamtjahr mit einer durchschnittlichen Rendite von etwa 25%. Kommt Ihnen das bekannt vor? Letztes Jahr um diese Zeit lag der S&P 500 mehr als 8% im Plus und ging am Jahresende mit einem Gewinn von fast genau 25% aus dem Handel.

Die ersten 100 Tage: Hohe Renditen signalisieren in der Regel weitere Zugewinne

Renditen des S&P 500 nach einer Rally von 10% in den ersten 100 Handelstagen des Jahres

Quellen: Bloomberg Finance L.P., J.P. Morgan. Stand der Daten: 24. Mai 2024. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Direkte Anlagen in einen Index sind nicht möglich.

Hier zeigen sich jedoch schon die ersten Unterschiede: Die diesjährige Rally hat Aktien neue Allzeithochs beschert. Seit Jahresbeginn 2024 hat der S&P 500 ungefähr 25 Rekordhochs erzielt. In Jahren, in denen der Index bisher einen neuen Höchststand erreichte, liegt er im Durchschnitt meist bei etwa 30 Rekordhochs. Jahre wie dieses kommen allerdings nicht oft vor und sind gleichermaßen vielversprechend. Wenn Aktien so früh im Jahr schon so viele Allzeithochs verzeichnen, gibt es im Gesamtjahr in der Regel mehr als 50 neue Rekorde. 

Die Lehre aus der Geschichte: Es könnten noch weitere Gewinne folgen.

Allen Herausforderungen zum Trotz: Die Prognosen liegen falsch

Es gibt noch einen weiteren Unterschied: Die starke Wertentwicklung hielt dieses Jahr an, obwohl sich die Vorhersagen bezüglich ihrer treibenden Kräfte nicht bewahrheitet haben.

Zu Jahresbeginn gingen die Anleger davon aus, dass die Währungshüter die Zinsen in den USA und Europa um mehr als 150 Basispunkte (Bp.) senken würden, da die Ökonomen einen Rückgang der Inflation auf nahezu 2% prognostizierten. Die Aktienstrategen an der Wall Street haben errechnet, dass diese Zinssenkungen den S&P 500 bis Ende des Jahres auf etwa 4.800 Punkte beflügeln würden.

Inzwischen zeigt sich, dass die US-Notenbank (Fed) dieses Jahr wohl nur eine oder zwei Zinssenkungen vornehmen wird, die Inflation knapp unter 3% fallen könnte und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 60 Bp. gestiegen sind (der fünfthöchste Wert für ein Jahr in den letzten 25 Jahren). Die meisten hätten darin die Vorboten einer schwierigen Phase für die Märkte vermutet. Nach den ersten 100 Tagen notiert der S&P 500 jedoch über der Marke von 5.300 Punkten – was selbst die optimistischsten ersten Prognosen bei weitem übertrifft.

Natürlich bleibt die Ungewissheit über die Geopolitik, die Wahlen und die makroökonomische Debatte bestehen. Die am ehesten betroffenen Märkte bringen einige der Widrigkeiten bereits zum Ausdruck – sowohl Gold als auch Silber haben den S&P 500 seit Jahresbeginn in den Schatten gestellt und die Ölpreise sind nach wie vor hoch. Dies scheint jedoch ein Zeichen dafür zu sein, dass die Anleger angesichts der Risiken wachsam und nicht entmutigt sind.

Die geheime Zutat: Starke Unternehmensgewinne

Wie sich jetzt herausstellt, haben die Aktienmärkte lediglich ein starkes Wachstum gebraucht. Warum? Wegen der Unternehmensgewinne.

Die Unternehmen im S&P 500 erleben gerade ihre beste Berichtssaison seit fast zwei Jahren und konnten ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6% steigern. Die Schwergewichte der sogenannten „Magnificent Seven“ haben viel dazu beigetragen (und das aus gutem Grund!), aber andere Branchen haben still und leise aufgeholt. Alle elf Sektoren haben die Erwartungen übertroffen und acht verzeichnen ein Gewinnwachstum. 

Noch wichtiger ist die Tatsache, dass diese Einnahmen von höherer Qualität sind. Die Gewinnmargen (ein Indikator dafür, wie viel Gewinn ein Unternehmen nach Abzug aller Kosten mit jedem Dollar Umsatz erzielt) belaufen sich im Quartal auf etwa 12%. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorquartal und liegt über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Den Märkten ist das nicht entgangen: Im vergangenen Jahr notierte die gleichgewichtete Variante des S&P 500 nach den ersten 100 Tagen mehr oder weniger unverändert. Dieses Jahr verbucht sie ein Plus von 5%.

KI ist kein bloßer Hype und betrifft nicht nur die Technologieriesen

Nvidia hat die Berichtssaison des ersten Quartals gerade mit einem Paukenschlag beendet. Der Hersteller fortschrittlicher Chips übertraf alle Erwartungen und signalisierte, dass die Nachfrage nach KI-Produkten vorerst nicht nachlassen wird.

Es ist kaum zu glauben, dass Nvidia seine Investoren erst vor einem Jahr mit der Ankündigung eines Umsatzes von 11 Mrd. US-Dollar für das folgende Quartal „schockierte“. Diese Woche gab Nvidia bekannt, dass es im kommenden Vierteljahr mit 28 Mrd. US-Dollar rechnet. Derweil ist der Aktienkurs des Unternehmens um weit mehr als 200% gestiegen – alles aufgrund der Gewinne, während die Bewertung sogar gefallen ist (von Höchstwerten über dem 60-Fachen auf aktuell etwa das 35-Fache).

Die Gewinne haben den Aufstieg von Nvidia befeuert, während die Bewertungen gefallen sind

Aufschlüsselung der Nvidia-Rendite seit dem Ergebnisbericht für das 1. Quartal 2023, %

Quellen: Bloomberg Finance L.P. Stand der Daten: 24. Mai 2024. Hinweis: Die Gewinne beziehen sich auf die Gewinnerwartungen je Aktie für die nächsten zwölf Monate. Die Bewertung bezieht sich auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis der nächsten zwölf Monate. Renditen zum 24. Mai 2023. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Alle genannten Unternehmen dienen nur zur Veranschaulichung und sind in diesem Kontext nicht als Empfehlung oder Befürwortung seitens J.P. Morgan zu verstehen.

Um es mit den Worten von Nvidia-Gründer und CEO Jensen Huang auszudrücken: „Die nächste industrielle Revolution hat begonnen… um ein neues Gut zu produzieren: Künstliche Intelligenz.“ Schon jetzt scheint sich der Fokus zu verlagern. Anstatt die Bedeutung von KI zu hinterfragen, wird nun analysiert, wie Unternehmen eine Rendite auf ihre Investitionen erwirtschaften können – und wie dies letztlich zu weiterreichenden Produktivitätsvorteilen für die Wirtschaft führt.

Die Begeisterung der Investoren gilt mittlerweile nicht nur den Giganten im Zentrum der Innovation, sondern auch der Nachfrage nach Rechenzentren und Stromübertragung. Unter den zehn Unternehmen mit der besten Performance im S&P 500 seit Jahresbeginn finden sich immerhin fünf Versorger und Industriewerte.

Die Auswirkungen werden nicht über Nacht erkennbar, aber in der Zwischenzeit war der Bericht von Nvidia ein Lackmustest sowohl für die KI als auch für den Markt insgesamt. Die Aktie hat eine gewisse makroökonomische Bedeutung erlangt – sie war im vergangenen Jahr für mehr als 15% der Rendite des S&P 500 verantwortlich. Dies stellt gleichermaßen eine Chance und ein Risiko dar, das man im Auge behalten sollte. Im Moment bekräftigt es unsere Überzeugung, dass eine starke Wirtschaft mit starken Märkten einhergeht.

Das Fazit: Seien Sie offen für diese Veränderung

Nach den ersten 100 Tagen kann man sagen, dass die Geschichte die das Jahr 2024 bislang schreibt von Stärke geprägt war. Trotz anhaltender Herausforderungen konnten sich die Märkte dank einer robusten Wirtschaft behaupten. Das Aufwärtspotenzial der Unternehmensgewinne ist real. Es wächst und wird durch die KI-Revolution weiter vorangetrieben. Anlegerinnen und Anleger sollten diesen Wandel zur Kenntnis nehmen.

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Für Anleger war 2024 bislang ein Paradox des Fortschritts. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des Marktes – und wie könnte es weitergehen?

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Interessenkonflikte entstehen, wenn JPMorgan Chase Bank, N.A. oder eines ihrer verbundenen Unternehmen (zusammengefasst „J.P. Morgan“) bei der Verwaltung der Portfolios unserer Kunden einen tatsächlichen oder mutmaßlichen wirtschaftlichen oder sonstigen Anreiz haben, in einer Weise zu handeln, die dem Vorteil von J.P. Morgan dient. Konflikte entstehen z. B. (insoweit die nachfolgenden Handlungen für Ihr Konto zulässig sind), wenn: (1) J.P. Morgan in ein Anlageprodukt (wie z. B. einen Investmentfonds, ein strukturiertes Produkt, ein Separately Managed Account oder einen Hedgefonds) investiert, das von JPMorgan Chase Bank, N.A. oder einem verbundenen Unternehmen wie J.P. Morgan Investment Management Inc. ausgegeben oder verwaltet wird; (2) ein Unternehmen von J.P. Morgan von einem verbundenen Unternehmen Leistungen (wie z. B. die Ausführung und Abrechnung einer Transaktion) erhält; (3) J.P. Morgan für den Kauf eines Anlageproduktes für Rechnung eines Kunden Zahlungen erhält; oder (4) J.P. Morgan für erbrachte Leistungen (z. B. Anteilsinhaberbetreuung, Führung von Unterlagen oder Depotdienste) in Bezug auf Anlageprodukte, die für ein Kundenportfolio gekauft wurden, Zahlungen erhält. Weitere Konflikte entstehen dadurch, dass J.P. Morgan zu anderen Kunden Beziehungen unterhält oder auf eigene Rechnung handelt.

Die Anlagestrategien werden sowohl bei J.P. Morgan als auch bei externen Vermögensverwaltern ausgewählt und unterliegen einer ständigen Kontrolle durch unsere Manager-Research-Teams. Unsere Teams für den Portfolioaufbau wählen aus diesen Anlagestrategien diejenigen aus, die wir auf Basis unserer Vermögensallokationsziele und unseres Anlageausblicks für geeignet halten, um das Anlageziel des Portfolios zu erreichen.

Wir bevorzugen grundsätzlich Anlagestrategien, die von J.P. Morgan verwaltet werden. Wir gehen davon aus, dass der Anteil der von J.P. Morgan verwalteten Anlagestrategien bei Strategien wie z. B. Baranlagen und erstklassigen festverzinslichen Anlagen (vorbehaltlich anwendbaren Rechts und mandatsspezifischer Erwägungen) hoch ausfallen wird (und zwar bis zu 100 Prozent).

Während unsere intern verwalteten Strategien in der Regel mit unserer vorausschauenden Anlagepolitik in Einklang stehen und wir sowohl mit den Anlageverfahren als auch mit der Risiko- und Compliancepolitik des Unternehmens vertraut sind, weisen wir darauf hin, dass J.P. Morgan bei einer Einbindung von intern verwalteten Anlagestrategien insgesamt mehr Gebühren erhält. Wir bieten die Möglichkeit, von J.P. Morgan verwaltete Anlagestrategien in bestimmten Portfolios auszuschließen (mit Ausnahme der Geldmarkt- und Liquiditätsprodukte).

Die Six Circles Funds sind in den USA eingetragene Indexfonds, die von J.P. Morgan verwaltet werden. Als Sub-Advisor fungieren Dritte. Obwohl sie als intern verwaltete Strategien eingestuft werden, erhebt JPMC keine Gebühren für die Fondsverwaltung oder andere Fondsdienstleistungen.

RECHTSTRÄGER, MARKEN- & REGULATORISCHE INFORMATIONEN

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In Deutschland werden diese Unterlagen von J.P. Morgan SE mit Geschäftssitz Taunustor 1 (TaunusTurm), 60310 Frankfurt am Main, ausgegeben. Diese ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und wird von der BaFin, der deutschen Zentralbank (Deutsche Bundesbank) und der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam beaufsichtigt. In Luxemburg werden diese Unterlagen von J.P. Morgan SE – Luxembourg Branch mit Geschäftssitz im European Bank and Business Centre, 6 route de Trèves, L-2633, Senningerberg, Luxembourg, ausgegeben. Diese ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und wird von der BaFin, der deutschen Zentralbank (Deutsche Bundesbank) und der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam beaufsichtigt; J.P. Morgan SE – Luxembourg Branch steht ferner unter Aufsicht der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) und ist unter R.C.S Luxembourg B255938 eingetragen. In Großbritannien werden diese Unterlagen von J.P. Morgan SE – London Branch mit Geschäftssitz 25 Bank Street, Canary Wharf, London E14 5JP ausgegeben. Diese ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und wird von der BaFin, der deutschen Zentralbank (Deutsche Bundesbank) und der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam beaufsichtigt; J.P. Morgan SE – London Branch steht ferner unter Aufsicht der Financial Conduct Authority und der Prudential Regulation Authority. In Spanien werden diese Unterlagen von J.P. Morgan SE, Sucursal en España mit Geschäftssitz Paseo de la Castellana, 31, 28046 Madrid, Spanien, ausgegeben. Diese ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und wird von der BaFin, der deutschen Zentralbank (Deutsche Bundesbank) und der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam beaufsichtigt; J.P. 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J.P. Morgan (Suisse) SA, mit Sitz an der Rue de la Confédération 8, 1211 Genf, Schweiz, die von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) als Bank und Effektenhändler in der Schweiz zugelassen ist und beaufsichtigt wird. 

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